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Rezension zum Buch:
Hexenkammer

Autor: Wolf Serno

Hexenkammer
TitelHexenkammer 
Autor Wolf Serno
Seiten350 
VerlagKnaur 
erschienen2005 
ISBN3-426-62953-6 
Bewertet mit 8 von 10 Punkten.
8 Rezensionsspunkte

Weshalb dieses Buch?

Von diesem Autor hatte ich mir einmal ein Buch ausgeliehen. Es ging da um einen Wanderchirurgen, wenn ich mich nicht irre. Das gefiel mir ganz gut, daher habe ich die Hexenkammer einfach mitgenommen.

Über dieses Buch.

Wir schreiben das Jahr 1547. Eine Kräuterhändlerin mit Namen Freya ist der Hexerei angeklagt. Durch einen Zufall wird der Alchemist Lapidius in die Sache hineingezogen. Er will der Händlerin helfen und nimmt diese bei sich auf. Da sie an einer ansteckenden Krankheit leidet, isoliert er die vermeintliche Hexe Freya und experimentiert mit einem neuen Heilverfahren. Während des Heilprozesses kommen Lapidius Zweifel an der Schuld von Freya. Er macht sich auf die Suche nach den wahren Schuldigen. Aber viel Zeit hat er dazu nicht...

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Buchkritik.

Ein spannender Krimi im Mittelalter? Immer gern gelesen. Der Autor führt den Leser in das finstere Mittelalter mit all seinen Vor- und Nachteilen. In passender Sprache und leicht verständlich ist das Buch einfach gut zu lesen. Die Wandlung des Lapidius vom eigenbrödlerischen Alchemisten zum mittelalterlichen Detektiv ist einfach köstlich. Er tappt hin und wieder in ein Fettnäpchen, aber mit der Zeit erkennt er die Hintergründe und Zusammenhänge der vermeintlichen Hexenverfolgung. Geschickt wird durch falsche Fährten und dem immer noch im Denken der Zeit verankertem Aberglauben die Lösung des Falles hinausgezögert. Dies tut der Spannung jedoch keinen Abbruch, im Gegenteil: Dies macht den Handelnden nur noch menschlicher und die Geschichte realistischer.

Das ist ein Vertreter der Gattung 8. Spannend, interessant und kurzweilig. Das Buch hat mir recht gut gefallen.

Lan (6/2006)

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