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Rezension zum Buch:
Der Tempel

Autor: Matthew Reilly

Der Tempel
TitelDer Tempel 
Autor Matthew Reilly
Seiten621 
VerlagUllstein 
erschienen2003 
ISBN3-548-25283-4 
Bewertet mit 6 von 10 Punkten.
6 Rezensionsspunkte

Weshalb dieses Buch?

Wie so oft gibt es keinen besonderen Grund, weshalb gerade dieses Buch gelesen wurde. Es war wieder mal das Ergebnis des Herumstöberns im Buchladen. Das Buch schien interessant, also wurde es gelesen.

Über dieses Buch.

Die Menschheit fröhnt mal wieder ihrem Hobby, der Selbstvernichtung. Diesmal jedoch nicht in Form von Umweltzerstörungen, sondern in Form einer besonderen Waffe, die in der Lage ist, die Erdkugel aus dem Gleichgewicht zu bringen. Die Waffe wurde entwickelt und steht zum Abschuss bereit.
Was noch fehlt, ist ein sehr seltenes Material, mit dem die Waffe gezündet werden kann. Spuren dieser Substanz, dem Thyrium, wurden in einem Meteroitenkrater in Peru nachgewiesen. Leider oder auch glücklicherweise reicht die Menge nicht aus, um die Waffe zu verwenden. Aber wo ein Krater ist, sollte auch der dazu passende Meteroid zu finden sein.
Aus alten Aufzeichnungen der Inka und der spanischen Konquistadoren ist nun bekannt, dass eine besondere Skulptur der Inka eben aus diesem Thyrium hergestellt sein soll. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt...

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Buchkritik.

An sich sind alle Zutaten für einen spannenden Thriller enthalten. Ein Professor für Sprachen, der einem Team bei der Entschlüsselung der alten Aufzeichnungen helfen soll und der im Verlauf des Buches zum Helden wider Willen mutiert, gute und böse Organisationen, die der Waffe habhaft werden wollen und ein eng gesteckter Zeitplan, der die nötige Spannung bringt. Die Bösen sind abtrünnige US-Soldaten, die einen solchen Groll gegen die Menschen hegen, dass sie mit Hilfe einer japanischen Sekte die Erde vernichten wollen. Fehlen darf auch nicht eine Gruppe Alt-Nazis, die mit der Waffe die Einrichtung ihrer Weltordnung erzwingen wollen. Dazu gesellen sich noch die verschiedenen Bereiche der US-Armee, die mit der Waffe ihre Existenz rechtfertigen wollen. Ein Part der Armee soll nämlich aufgelöst werden. Derjenige Teil, der über die Waffe, genannt Supernova, verfügt, wird das dann wohl nicht sein.

Das Buch ist in der Tat kurzweilig und spannend gestaltet. Was mich jedoch ein wenig irritiert hat, ist die aufkeimende Detailversessenheit des Autors. So werden mir die Waffen und Fahrzeuge viel zu genau bezeichnet und beschrieben. Der Handlung tut es keinen Abbruch, ob jemand mittels eines G-11, M-5, M-16 oder AK-47 in das Reich der Toten befördert wird. Des Weiteren finde ich es auch nicht so interessant, ob aus einer 22mm-Kanone eines Comanche oder Apache-Hubschraubers auf den Professor gezielt wird. Auch sind die Beschreibungen der Kämpfe nicht nach meinem Geschmack formuliert. So z.B. "Da fiel plötzlich - Wumm! - ein Körper mit..." Meiner Ansicht nach ist der Autor hier etwas zu leger im Ausdruck.

Ansonsten ist es spannend zu erfahren, wie Professor Race am Ende die Oberhand gewinnt und es schafft, gleich zwei mal die Welt vor dem Untergang zu bewahren, wenngleich die ein oder andere Aktion doch etwas hanebüchen daherkommt.

Aus den Gründen ist eine volle Punktzahl nicht möglich, wobei das Buch einen herrlichen Film für das Popkornkino abgeben würde. Der Spannung halber gebe ich diesem Buch 6 Punkte.