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Rezension zum Buch:
Eine Billion Dollar

Autor: Andreas Eschbach

Eine Billion Dollar
TitelEine Billion Dollar 
Autor Andreas Eschbach
Seiten887 
VerlagBastei-Lübbe 
erschienen2003 
ISBN3-404-15040-6 
Bewertet mit 10 von 10 Punkten.
10 Rezensionsspunkte

Weshalb dieses Buch?

Vom Autor Eschbach habe ich schon etwas gelesen. Zudem wurde ein Buch, das Jesus-Video, verfilmt. Den Film an sich fand ich zwar nicht so berauschend, aber die Idee dahinter war nicht schlecht.

Über dieses Buch.

Wie der Titel vermuten lässt, geht es in dem Buch um Geld, viel Geld, sehr viel Geld.
Eine Billion, das sind nicht die Billionen der Amerikaner, nein das sind 1000 mal eine Milliarde. Eine recht ansehnliche Summe, davon kann man sich schon etwas kaufen.

Im 16. Jahrhundert hat ein ital. Kaufmann eine kleinere Summe Geld angelegt und eine Anwaltskanzlei damit beauftragt, das bis dahin angewachsene Kapital demjenigen männlichen Nachfahren zu übertragen, der in 500 Jahren am Leben ist. Die Anwaltsdynastie Vacchi hat die Gelder in den abgelaufenen 500 Jahren so angelegt, dass nunmehr die nette Summe von einer Billion Dollar zur Verteilung ansteht. Gleichzeitig hat die Kanzlei den Stammbaum des Kaufmanns verfolgt, um zum Stichtag die betreffende Person ansprechen zu können. Wie es der Zufall will, ist der Erbe ein armer Schlucker, der in New York mehr schlecht als recht bei einem Pizzadienst arbeitet. Ganz behutsam führen die Vacchi den Erben, John Fontanelli, an die Summe heran. John nimmt das Erbe an. Im Testament heißt es, dass der Erbe des Vermögens dereinst der Menschheit die verlorene Zukunft wiedergeben wird.

Aber was heisst das?

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Buchkritik.

Der Gedanke an ein solches Vermögen ist ja recht verlockend. Arbeiten bräuchte man dann sicherlich nicht mehr. Aber was dann? Und schon beginnt man, mit John Fonanelli Mitleid zu bekommen.
Überall Neider. Freunde hat er auch keine mehr. Irgendwie wollen alle nur sein Geld. Nunja, bei der Summe scheint ja auch genug für jeden dabei zu sein. Finanzminister, Staatsoberhäupter, ja sogar der Papst kommt zu ihm. Aber alle sehen nur ihren Anteil an der Summe. Mittlerweile wird ihm klar, dass er kaum einer Person trauen kann. Da erreicht ihn ein Anruf eines Fremden, der vorgibt, genau zu wissen, was er zu tun hat.

Obwohl in anderen Thrillern oftmals mehr an Handlung zu finden ist, versteht es der Autor durch seine frische Sprache zu fesseln. Es fällt einem nicht leicht, das Buch aus der Hand zu legen. Lesenswert sind auch die kleinen Hinweise, die einen in etwa erahnen lassen, um wieviel Geld es denn hier geht. Man nehme nur mal einen einfachen Taschenrechner und versuche die Zinsen auszurechnen, die diese Summe an einem Tage bei 2% Zinsen ergibt. Und?

Richtig: knapp 56 Millionen, oder fast 39000 in der Minute.

Interessant sind auch, zumindest in der vorliegenden Ausgabe, die Seitenzahlen. Das Buch beginnt bei Seite 1, oder bei 1.000.000.000 Dollar. Neben einigen der Seitenzahlen steht ein Hinweis, was es mit der jeweiligen Summe auf sich hat. So z.B. Seite 138 oder eben 138 Milliarden. Dies ist der jährliche Betrag, den die NATO-Staaten, ohne die USA für die Verteidigung aufwenden. Aber gegen Ende des Buches gibt es keine Bemerkungen mehr. Die Summe ist zu hoch.

Und das Alles nur, weil jemand vor einigen Jahren ein kleines Sümmchen angelegt hat. So etwas kann Zins und Zinseszins bewirken. Man sollte unbedingt ein Sparbuch anlegen...

Diesem Buch gebe ich glatte 10 Punkte. Es hat mir sehr gefallen. Es war kurzweilig und hat mich gut unterhalten.

Lan (7/2006)

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