RSSNeue Rezensionen als RSS

Rezension zum Buch:
Fuchsjagd

Autor: Minette Walters

Fuchsjagd
TitelFuchsjagd 
Autor Minette Walters
Seiten477 
VerlagGoldmann 
erschienen2005 
ISBN3-442-45937-0 
Bewertet mit 5 von 10 Punkten.
5 Rezensionsspunkte

Weshalb dieses Buch?

Im Augenblick war kein anderes Buch zur Hand, daher habe ich einfach eines aus dem Bücherregal genommen.

Über dieses Buch.

In einem kleinen englischen Dorf residiert ein alter Colonel in einem stattlichen Herrenhaus. Die Frau des Colonel stirbt unter merkwürdigen Umständen und seine Kinder sind alles Andere als vorbildlich. Als dann noch der Hausanwalt anreist, stellt sich alles Mögliche heraus, oder wie es im Rückentext heisst: "...stellt er fest, dass sich hinter der pittoresken Fassade von Shenstead ein wahrer Hexenkessel verbirgt..."

Werbung

Buchkritik.

In dem Roman habe ich natürlich dem Auftauchen des Hexenkessels entgegengefiebert. Der Weg dorthin erwies sich jedoch als relativ steinig, da auf den ersten Seiten vermehrt Charaktere eingeführt werden, die jeweils nur kurz umrissen werden. Mir verursachte dies einige Zuordnungsprobleme. Wer war denn nun mit wem schon wieder wo gewesen? Das Dickicht klärte sich erst nach und nach auf. So hatte ich erst in der zweiten Hälfte des Buches einen ungefähren Überblick über die handelnden Personen und ihren Beziehungen zueinander. (Meine Frau erwähnte in diesem Zusammenhang, dass dies wohl mehr ein Buch für Frauen sei; Sie hätte es kaum mehr aus der Hand gelegt.) Diese Spannung konnte ich jedoch nicht nachvollziehen.
So habe ich mich in mehreren Etappen durch die nebulöse Geschichte mehr gequält als gelesen. Sehr oft habe ich mich gefragt, weshalb das Buch denn "Fuchsjagd" heisst. Weil ein Protagonist Fox heisst? Weitere Personen Fähe, Wolfi und Lockyer-Fox? Naja, im Nachhinein betrachtet ist es für mich eher ein durchschnittlicher Krimi ohne besondere Überraschungsmomente, der insgesamt doch recht konstruiert wirkt. Zudem drängte sich mir der Verdacht auf, als hätte man das Buch schnell zu einem Ende bringen müssen. Der Schluss des Buches ist relativ knapp und vermittelt den Eindruck, als hätte die Autorin mal eben auf ein paar Seiten das Ende herbeischreiben müssen. Oder anders formuliert: Nach trägem Beginn und kurzem Höhepunkt kommt ein ziemlich jähes Ende.
Wieviele Punkte von 10 gibt es?
Dies ist in diesem Fall nicht einfach. Durch den schleppenden Beginn bin ich eher geneigt, eine schlechtere Note zu vergeben. Die Wendung nach dem ersten Drittel rechtfertigt jedoch eine bessere Bewertung. Da ich auch schon schlechtere Bücher gelesen habe, sind 5 Punkte doch gerecht.

Lan (9/2006)