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Rezension zum Buch:
Götterdämmerung

Autor: Tanja Kinkel

Götterdämmerung
TitelGötterdämmerung 
Autor Tanja Kinkel
Seiten490 
VerlagKnaur 
erschienen2005 
ISBN3-426-62816-3 
Bewertet mit 6 von 10 Punkten.
6 Rezensionsspunkte

Weshalb dieses Buch?

Das weiss ich nicht mehr genau. Womöglich habe ich mich von der Titelgraphik zum Kauf verleiten lassen. Wenn mein gerade aktueller Lieblingsautor keinen Nachschub mehr liefern kann, dann kaufe ich schon mal ziemlich wahllos ein neues Buch. Möglicherweise ist ja ein neuer guter Autor dabei. So habe ich auch zu diesem Buch gegriffen, obwohl ich den Namen der Autorin noch nirgends habe vernehmen können. Aber gut, man ist ja unvoreingenommen.

Über dieses Buch.

Da wird es schon schwierig. Die Hauptperson, oder zumindest eine derselben, ist ein Journalist, der mitten in der Recherche für ein Buchprojekt steht. Soweit, so gut. Während der Nachforschungen tauchen immer wieder Hinweise auf einen Pharmakonzern auf.
Und nun wird es mulmig. Denn nicht nur der Pharmakonzern selbst mag die Nachforschungen nicht, nebenbei führen Spuren zum Pentagon, welches auch etwas gegen die Nachforschungen zu haben scheint. Aber einem richtigen Journalist graut auch davor nicht. Nachdem er in der Ödnis Kanadas ein Sicherheitslabor ausfindig gemacht hat, begibt er sich auf eigene Faust dorthin, um die Wahrheit zu finden. Dort findet er eine Frau, die weitab der Kontrollen mit etwas Unvorstellbarem experimentiert.

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Buchkritik.

Zu diesem Buch ist meine Meinung recht zwiespältig.
Einerseits gibt es einen guten Thriller ab, wenn man im Nachhinein die Geschichte überdenkt. Andererseits aber beginnt das Buch recht schleppend. Es dümpelt die ersten Seiten recht zäh vor sich hin, um dann gegen Ende doch recht schnell unübersichtlich zu werden. Nicht immer sind die Handlungen und Gedanken der Akteure nachvollziehbar. Mehr als einmal kam es vor, dass ich mich gefragt habe: Reagiert man in einer solchen Situation wirklich so? Ist das denkbar? Nicht in allen Fällen habe ich die Frage mit einem "Ja" beantworten können. Das macht dann auch den Lesefluss etwas holprig.
Wieviele Punkte von 10 gibt es?
Ich weiss nicht so recht, was ich hier angeben soll. Das Thema ist brisant und gut umrissen. Dafür hätte es 8 Punkte verdient. Jedoch rechtfertigt der Aufbau und die lange Zielgerade eben diese 8 Punkte nicht. Ich denke, dem Buch sind 6 Punkte gerecht.

Lan (12/2006)