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Rezension zum Buch:
Die dunkle Seite

Autor: Frank Schätzing

Die dunkle Seite
TitelDie dunkle Seite 
Autor Frank Schätzing
Seiten529 
VerlagGoldmann 
erschienen2007 
ISBN978-3-442-45879-0 
Bewertet mit 8 von 10 Punkten.
8 Rezensionsspunkte

Weshalb dieses Buch?

Von Frank Schätzing kenne ich einige interessante Bücher; und nun kam wieder ein neues Buch auf den Markt. Neu im eigentlichen Sinne ist es nicht, da Schätzing diesen Roman bereits 1997 geschrieben hatte, wie er auch im Vorwort zu diesem Buch selbst erwähnt. Schlimm ist das aber nicht.

Über dieses Buch.

In den 90'er Jahren war ein grosses Thema in der Welt der 1. Golfkrieg. Am 2. August 1990 besetzten Truppen des Irak den Nachbarstaat Kuwait. Am 16. Januar 1991, einen Tag nach dem Stichtag der Resolution 678 (24.00 Uhr New Yorker Zeit bzw. 06.00 Uhr MEZ), löste das Bündnis einen massiven Luftkrieg aus; am 17. Januar begann die Operation Wüstensturm (Operation Desert Storm).
Hier beginnt auch die Geschichte des Buches. Einige Fremdenlegionäre befinden sich inmitten der kämpfenden Verbände und gelangen per Zufall in den Besitz einiger Diamanten, die einen Gegenwert von einigen Millionen Dollar haben. Die Edelsteine wurden in den Fluchtfahrzeugen einer überfallenen kuwaitischen Familie gefunden, die bei dem Überfall ums Leben gekommen war. Die kleine Einheit der Legionäre besteht aus 3 Personen, die übereinkommen, den Fund zu verstecken und später erst zu bergen. Auf dem Weg zurück zur Basis werden die Gefährten von einem irakischen Kampfflugzeug angegriffen. Bei dem erfolgreichen Versuch, das Flugzeug zu zerstören, wird einer der Soldaten schwer verletzt. Die beiden übrigen Kameraden entschließen sich jedoch, den Sterbenden der Wüste zu überlassen.
Einige Jahre später, so um 1997 herum, wird in Köln ein scheinbar harmloser Geschäftsmann auf bestialische Weise ermordet. Eine Hauptperson des Buches, die Detektivin Vera Gemini erkennt mit Hilfe eines mysteriösen Auftraggebers bald die wahre Logik hinter dem Mord. Alle Spuren führen in das Jahr 1991, in die letzten Tage des Golfkrieges.

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Buchkritik.

Auch bei diesem Buch beginnt sofort das "Kopfkino" anzulaufen. Schätzing hat eine erfrischende und leichte Art, komplizierte Zusammenhänge knapp und gut verdaulich zu beschreiben. Wie bei einem guten Krimi üblich, weiss auch der Leser nie wesentlich mehr als die Hauptperson im Roman. Das ist einer bleibenden Spannung förderlich und animiert den Leser zum Mitdenken, ohne dabei zu überfordern. Mit jedem Kapitel kommt man der Lösung des Falles einen Schritt näher. Als weitere Morde in Köln geschehen, beginnen sich langsam die losen Fäden zu einem sinnvollen Ganzen zu verdichten.
Insgesamt ist dies ein lesenswertes und spannendes Buch, was man nicht gerne aus der Hand legt. Gerne gebe ich dem Buch 8 Punkte.

Lan (4/2007)

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