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Rezension zum Buch:
Im Jenseits ist die Hölle los

Autor: Arto Paasilinna

Im Jenseits ist die Hölle los
TitelIm Jenseits ist die Hölle los 
Autor Arto Paasilinna
Seiten221 
VerlagBLT 
erschienen2006 
ISBN978-3-404-92224-6 
Bewertet mit 8 von 10 Punkten.
8 Rezensionsspunkte

Weshalb dieses Buch?

Im Radio wurde bei einer Buchvorstellung dieser Titel empfohlen. Es soll ein witziges und skurriles Buch sein. Warum nicht?

Über dieses Buch.

Die Hauptperson, ein Redakteur einer finnischen Zeitung, wird auf offener Straße überfahren. Bei diesem Unfall verliert er sein Leben, jedoch nicht seinen Geist.
Jedenfalls beobachtet er, wie die Sanitäter versuchen, seinen Körper wieder zu beleben. Als dies nicht gelingt, kann er bei seiner eigenen Beerdigung als Gast erscheinen. Er kann jedoch von den Lebenden nicht gesehen werden. Auch kann er mit ihnen nicht in Kontakt treten. So muss er sich wohl oder übel auf die neue Situation einstellen.

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Buchkritik.

In der Tat ist dies ein Buch, welches schon recht seltsam beginnt. Der erste Satz lautet nämlich: "Mein Tod kam für mich völlig überraschend."
In der Folge erfährt der Leser, wie es denn so nach dem Tod zugeht. Paasilinna geht mit dem Thema Tod auf erfrischend leichte Art um. Fast beiläufig werden absurde Situationen geschildert, die der frisch Verstorbene zu Meistern hat. So kann er zwar seine Frau sehen und hören; Ihr jedoch keine Mitteilung zukommen lassen. So muss er tatenlos zusehen, wie seine Frau doch recht leger mit seinem Tod umgeht. Weiterhin muss er erkennen, dass die Welt voll von verstorbenen Personen ist. So ist in einer Stelle eine Bibliothek beschrieben, in der dutzende Tote hinter den Lebenden stehen, um einen Blick in die Zeitung werfen zu können. Denn Lesen können die Toten zwar, aber eine Zeitung umblättern geht nicht.
In einem Gespräch mit einem Pfarrer erfährt er dann, das die Toten nicht ewig in der Welt umhergehen. Je nach geistiger Fähigkeit bleiben die Toten kürzer oder länger in diesem Zwischenbereich. Der Autor beschreibt dem Leser auch nicht, was danach passiert. Die Seelen lösen sich einfach auf. Was dann genau passiert, ist unklar und läßt so weiteren Raum für Erklärungen. In der weiteren Geschichte trifft der Redakteur auf einen Steinzeitmenschen, einen Papst und nimmt nebenbei noch an einer Predigt von Jesus teil, der ebenfalls noch in dieser Zwischenwelt zu finden ist.
Alles in allem ein sehr interessantes Buch, das sich zudem leicht und flüssig lesen läßt. Dafür gebe ich gerne 8 Punkte.

Lan (4/2007)