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Rezension zum Buch:
Einfach Göttlich
Roman der bizarren Scheibenwelt 12

Autor: Terry Pratchett

Einfach Göttlich - Roman der bizarren Scheibenwelt 12
TitelEinfach Göttlich 
Autor Terry Pratchett
Seiten376 
VerlagGoldmann 
erschienen1992 
ISBN3-442-41566-7 
Bewertet mit 7 von 10 Punkten.
7 Rezensionsspunkte

Weshalb dieses Buch?

Es gibt viele Romane der Scheibenwelt, und da ich alle lesen möchte, sollte auch dieses Buch nicht fehlen.

Über dieses Buch.

Diesmal ist wieder keine bekannte Personengruppe der Scheibenwelt vertreten. Keine Zauberer, keine Hexen, keine Wache und auch kein Rincewind oder Zweiblum.
Vielmehr wird in diesem Buch ein wenig die Götterwelt der Scheibenwelt betrachtet. Allerdings nicht in einem Vortrag über die vorhandenen Götter und deren Taten, sondern es wird mehr dem Leben und der Karriere der Götter Beachtung geschenkt.
Ausgangspunkt der Geschichte ist der einst mächtige Gott Om, der nun allerdings nicht mehr so mächtig ist. Es manifestiert sich in der Gestalt einer Schildkröte und sucht verzeifelt nach Gläubigen. In der Scheibenwelt ist es nämlich so, dass ein Gott nur durch den Glauben seiner Anhänger an Macht gewinnen kann. Hat ein Gott keine Anhänger, so hat er auch keine Macht. Der Gott Om hatte einmal sehr viel von dieser göttlichen Macht. Religiöser Irrglauben und Routine seiner Anhänger haben die Macht jedoch erheblich schrumpfen lassen. Nun muss er wieder einen wahren Gläubigen finden, um seine Macht wieder auffrischen zu können.

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Buchkritik.

Es ist mal wieder ein Vergnügen, wie Pratchett mit den üblichen Vorstellungen spielt.
Götter spielen eine Art Würfelspiel auf einen Spielbrett, dass sich als die Scheibenwelt herausstellt. Geringere Götter haben keinen Zugang zu diesem Ort und müssen daher in der Wüste umherirren, um sich eine Gläubigenschaar zu verschaffen.
Der ehemals große Gott Om, sonst nur als Stier oder erhabener Adler unterwegs, trifft in Gestalt einer kleinen Schildkröte auf den einzig richtig gläubigen Brutha. Leider ist Brutha geistig nicht so ganz auf der Höhe. Aber dennoch bleibt Om keine andere Wahl, als mit diesem Novizen seine Macht wieder zu erlangen.
Und was hat der Leser davon?
Nun, die Geschichte zeigt die wilden Auswüchse von Inquisition und Glaubenskriegen; es findet eine Reise in einen Ort statt, an dem viele Philosophen leben; eine Wüste wird durchwandert und der Glauben an Om erfährt eine Wiedergeburt. Und zwischendrin sind immer wieder die für Pratchett typischen Absurditäten und ironischen Seitenhiebe vertreten.
Allerdings fiel mir bei diesem Buch der Einstieg in das Thema etwas schwerer als sonst üblich. Im weiteren Verlauf des Buches war aber wieder der beschwingte und flüssige Stil der übrigen Bücher vorhanden, so dass ich diesem Buch 7 Punkte geben kann.

Lan (5/2007)

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