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Rezension zum Buch:
Ich bin dann mal weg

Autor: Hape Kerkeling

Ich bin dann mal weg
TitelIch bin dann mal weg 
Autor Hape Kerkeling
Seiten345 
VerlagPiper/Malik 
erschienen2006 
ISBN978-3-89029-312-7 
Bewertet mit 5 von 10 Punkten.
5 Rezensionsspunkte

Weshalb dieses Buch?

Das Buch wurde mir von einem Bekannten empfohlen. Ich solle dies mal lesen, das es sehr interessant sei.

Über dieses Buch.

Der bekannte Entertainer Hape Kerkeling hat in der Zeit vom 09.06.2001 bis zum 20.07.2001 den so genannten Jakobsweg als Pilger beschritten.
Sein Jakobsweg führte ihn über ca. 600 Kilometer von Saint-Jean-Pied-de-Port in Frankreich nach Santiago de Compostela in Spanien. Sinn des Jakobsweges ist es, zumindest die letzten 100 Kilometer per Pedes, also zu Fuss, zu erwandern.
Erst dann wird man als Pilger anerkannt und erhält am Zielort eine Urkunde, die einen als erfolgreichen Pilger ausweist.
Während der Pilgerreise hat man jede Menge Zeit und Muße, über sich, sein Verhältnis zu Gott und die Dinge des Lebens nachzudenken.
Hape Kerkeling hat den Verlauf seiner persönlichen Wanderung anhand eines Tagebüchleins rekonstruiert und gibt so dem Leser einen Einblick in die Erfahrungen eines Pilgers.

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Buchkritik.

Das Buch ist aufgeteilt in Kapiteln, die den einzelnen Tagen oder Etappen der Reise entsprechen. An jedem Tag gibt es eine Beschreibung der Vorkommnisse und eine Erkenntnis des Tages.
Eigentlich wollte ich ja nur Romane und Erzählungen lesen und bewerten, dies Buch passt daher nicht so recht in diese Kategorie. Aber sei es drum. Versuchen kann man es ja mal.
Die Schilderungen sind an sich gut zu Lesen und auch nachvollziehbar, wenngleich man relativ leicht erkennt, dass dieses Buch von Hape Kerkeling ist. Manchmal schreibt er so, wie er auch spricht. Leider kann ich als Nur-Leser mit einigen Schilderungen des Jakobswegs wenig anfangen. Das ist in etwa so, wie bei Urlaubsbildern von Freunden. Irgendwie schaut alles recht interessant aus, aber man hat als Betrachter nicht den gleichen Erfahrungshintergrund.
Wenn Hape Kerkeling sein Buch liest, so fühlt er bestimmt wieder den Wind im Gesicht, das Schmerzen der Füsse, ja sogar das Gewicht des Rucksacks auf dem Rücken. Und blättert er eine Seite weiter, so spürt er wieder das Hochgefühl, wenn er eine Steigung erklommen hat.
Und dann ist der Text für Ihn eben nicht nur eine Ansammlung von Buchstaben, sondern es ist ein lebendiger Text; sogar ein Katalysator, der noch einmal den Jakobsweg erlebbar und erfühlbar macht. Das klingt möglicherweise etwas schwülstig, aber trifft doch den Kern der Sache.
Wir hingegen, die diesen Weg noch nicht gegangen sind, können das Buch nur als einen Bericht über eine Reise lesen. Manchmal spannend, aber manchmal eben auch etwas zu knapp in den Ausführungen. Ich finde es bemerkenswert, dass er die Strapazen einer solchen Reise auf sich genommen hat. Ich weiss nicht, ob ich da durchgehalten hätte. Aber dass kann ich ja noch ausprobieren.
Das Buch als Solches kann ich indes nicht mit sehr vielen Punkten bewerten, dazu müsste ich den Weg ebenfalls einmal gegangen sein. Aber da das bisher noch nicht geschehen ist, kann ich dem Buch nur 5 Punkte geben.

Lan (5/2007)