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Rezension zum Buch:
Der Patient

Autor: John Katzenbach

Der Patient
TitelDer Patient 
Autor John Katzenbach
Seiten669 
VerlagKnaur 
erschienen2006 
ISBN978-3-426-62984-0 
Bewertet mit 8 von 10 Punkten.
8 Rezensionsspunkte

Weshalb dieses Buch?

Das Buch kam als ein Geschenk zu mir. Und gekannt habe ich den Autor bisher noch nicht. Auf Anhieb konnte ich weitere 4 Bücher des Autors finden, die allesamt dem Genre Psychothriller zuzuordnen sind. Interessant. Wenn das Buch gut ist, dann gibt es ja noch weiteren Lesestoff.

Über dieses Buch.

Worum geht es in diesem Buch?
Dazu gibt der Rückentext ein wenig Aufschluss: Der New Yorker Psychiater Dr. Frederick Starks lebt mittlerweile allein. Seine Frau starb vor einigen Jahren. Familiäre Verbindungen gibt es zwar, wurden aber in den vergangenen Jahren vernachlässigt. An seinem 53. Geburtstag erhält er einen Brief, der die Unterschrift Rumpelstielzchen trägt. In diesem Brief bekommt Starks 15 Tage Zeit, herauszufinden, wer hinter dem Pseudonym verborgen ist. Sollte dies nicht gelingen, droht der Unbekannte mit der Ermordung der Familienangehörigen, es sei denn, der Psychiater opfert sein eigenes Leben zur Rettung der unbeteiligten Menschen.
Was zunächst wie ein sehr schlechter Scherz aussieht, wird spätestens dann zur grausamen Gewissheit, als Starks langsam von seiner Umwelt isoliert wird. Seine Konten werden geplündert, eine ehemalige Patientin bezichtigt Ihn plötzlich des sexuellen Mißbrauchs, und zu guter Letzt verliert er noch seine Wohnung durch einen Wasserschaden.
Nun wird klar, dass es sich hierbei um ein Spiel auf Leben und Tod handelt. Starks verzweifelt immer mehr und versucht nahezu krampfhaft, sich gegen das unausweichliche Ende zu wehren.

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Buchkritik.

Das Buch ist in der Tat ein fesselnder Thriller. Obwohl die ersten Seiten etwas holprig daherkommen, findet man dennoch einen guten Einstieg in die Geschichte. Die Spannung baut sich langsam aber kontinuierlich auf, bis in etwa der Hälfte des Buches Dr. Starks vor der entscheidenden Frage steht, sein Leben für Andere zu opfern.
Langsam vollzieht sich in Starks eine Wandlung, die den kopfbetonten Denker in einen tatkräftigen und taktisch denkenden Menschen umformt. Er inszeniert seinen Selbstmord, um in der Folge das Spiel nach seinen eigenen Regeln wieder aufzunehmen. Aber kann er am Ende die Identität von Rumpelstielzchen lüften?
Das verrate ich an dieser Stelle nicht, denn sonst wäre das Buch ja nur halb so spannend.
Alles in Allem ist die Geschichte überlegt konstruiert und passend geschrieben. Der Leser selbst weilt genauso im Dunkeln, wie Dr. Starks. Man kann also mit der Hauptperson mitfiebern und seine eigenen Überlegungen anstellen. Man erhält immer gerade so viele Hinweise, damit es spannend bleibt. Leider ist das Buch dann irgendwann einmal auf der letzten Seite angekommen. Schade, ich hätte gerne noch ein paar Seiten mehr gelesen.
So kann ich dem Buch wegen der Spannung leicht 8 Punkte geben. Achja, das Buch könnte ich mir auch gut als Film vorstellen. Die Hauptrolle fände mit Harrison Ford als Dr. Starks passend besetzt. Vielleicht wird daraus ja noch mal etwas.

Lan (6/2007)

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