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Rezension zum Buch:
Der geheime Orden

Autor: Ian Smith

Der geheime Orden
TitelDer geheime Orden 
Autor Ian Smith
Seiten669 
VerlagBastei Lübbe 
erschienen2006 
ISBN978-3-404-15588-0 
Bewertet mit 7 von 10 Punkten.
7 Rezensionsspunkte

Weshalb dieses Buch?

Das Buch wurde mir von einem Bekannten gegeben. Es soll sich dabei um einen spannenden Thriller handeln, der zudem noch recht unterhaltsam sein soll. Den Autor kenne ich bisher noch nicht. Aber das soll ja kein Hindernis sein.

Über dieses Buch.

In der Hauptsache geht es um den Studenten Spencer Collins, der an der renommierten Universität Harvard studiert.
Collins stammt jedoch nicht aus einer millionenschweren Familie, wie viele seiner Studienkollegen, sondern kommt eher aus ärmlichen Verhältnissen. Um so erstaunlicher ist es, dass er eine Einladung zu einem sehr exklusiven Club an der Universität erhält. Normalerweise nimmt der Club, die elitäre Delphic-Verbindung, nur Angehörige des Geldadels auf.
Nun, wie dem Rückentext zu entnehmen ist, gerät Collins immer tiefer in den Sog einer jahrhundertealten Verschwörung. Der Club ist von einem geheimen Orden unterwandert, der selbst vor Mord nicht zurückschreckt.

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Buchkritik.

Geschrieben ist das Buch in einer recht flüssigen Art und Weise, so dass man angenehm über die Seiten wandern kann.
Collins hat an der Universität einen Freund mit Namen Dalton, der aus einer der millionenschweren Familien stammt. Dessen Onkel war Mitglied in dieser Verbindung und scheinbar auch Mitglied des noch geheimeren Ordens innerhalb der Verbindung. Dalton ist auf diese Spur gekommen, als er bei seinem Onkel ein seltsames Buch mit einem uralten Text findet. Die Beiden versuchen nun, das Rätsel selbst zu lösen. Dabei ist es hilfreich, dass Collins eine Hürde nach der Anderen zur Aufnahme in den Delphic-Club absolviert.
Im Laufe Ihrer Nachforschungen stirbt der betagte Onkel unter merkwürdigen Umständen. Langsam kommen die beiden Freunde dem Geheimnis um den Club näher.
So weit, so gut. Bis hierhin ist das Buch in der Tat recht spannend. Die Beiden forsten sich durch Bücher, Mikrofilme und andere Quellen. Bald kommen sie zu dem Schluss, dass in dem Clubhaus ein geheimer Raum existieren muss, in dem eine verlorene Seite eines uralten Buches zu finden sein muss. Diese Seite muss das zentrale Geheimnis darstellen, welches der geheime Orden zu schützen hat. Nun kommt das letzte Viertel des Buches und hier finde ich es dann nicht mehr ganz so spannend. Wie sich herausstellt, ist auf diesen Seiten ein handschriftlicher Vermerk eines Königs, der für erheblichen Wirbel sorgen könnte.
Hier frage ich mich jedoch, warum man diese Seiten nicht einfach vernichtet hat, wenn darin eine solche Brisanz liegt. Oder um es etwas platter zu formulieren: Warum tötet Menschen, die einen alten Zettel gelesen haben? Wieso verbrennt man die Seite nicht einfach, wenn man den Inhalt nicht preisgeben will? Da der Inhalt der Seite offenbar noch nicht einmal für eine Erpressung taugt, sehe ich auch keinen Grund dafür, diese Seiten noch weiter aufzubewahren. Wie denn der handschriftlicher Vermerk des Königs lautet, dass verrate ich an dieser Stelle nicht, ein wenig Spannung soll ja erhalten bleiben.
Aber gut, vielleicht fehlen mir dazu ja noch ein paar weitere Informationen, die ich aber nicht aus dem Buch herauslesen konnte. Die Auflösung der ganzen Angelegenheit erfolgt dann auch relativ schnell auf den restlichen Seiten des Buches. Da hätte ich mir doch ein wenig mehr gewünscht. Da das Buch aber insgesamt dann doch schön zu Lesen und spannend ist, gebe ich dem Werk 7 Punkte.

Lan (6/2007)