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Rezension zum Buch:
Lords und Ladies
Roman der bizarren Scheibenwelt 13

Autor: Terry Pratchett

Lords und Ladies - Roman der bizarren Scheibenwelt 13
TitelLords und Ladies 
Autor Terry Pratchett
Seiten378 
VerlagGoldmann 
erschienen1995 
ISBN3-442-42580-0 
Bewertet mit 6 von 10 Punkten.
6 Rezensionsspunkte

Weshalb dieses Buch?

Nach längerer Zeit und einigen Büchern anderer Autoren war mal wieder ein Pratchett fällig, zumal ja noch einige der Scheibenweltromane ruhig im Regal vor sich hin dösen.

Über dieses Buch.

Im jetzt schon sattsam bekannten Königreich Lancre, das Reich hat ja bekanntlich mehr vertikales als horizontales Land, regiert mittlerweile der König Verence. Er ist sozusagen als Quereinsteiger in den Königsberuf gekommen. Als ehemaliger Hofnarr kennt er jedoch das Königreich. Er hat in den Kopf gesetzt bekommen, die Hexe Magrat Knobloch zu ehelichen. Bevor es zu dieser Hochzeit kommt, tauchen jedoch ein paar Möchtegernhexen auf, die mit ihren Ritualen die schlafenden Elfen erwecken. Leider sind die Elfen nicht ganz so lieb und nett, wie man meinen könnte. So müssen die übrigen Hexen, Oma Wetterwachs und Nanny Ogg wieder einmal das Königreich retten.

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Buchkritik.

Hmm. Zunächst einmal ist festzuhalten, dass dieser Roman eigentlich eine Fortsetzung des Buches "MacBest" darstellt, dies ist auch dem Vorwort des Autors zu entnehmen. So schreibt er dort, dass es normalerweise zwar hilfreich sei, die Bücher der Scheibenwelt in der korrekten Reihenfolge zu lesen, notwendig wäre dies jedoch nicht. Nun aber sollte man schon "MacBest" vorher gelesen haben, da einem sonst einige Zusammenhänge und Erklärungen fehlen würden. Dem kann ich so zustimmen. Die bisherigen Bücher stellen in sich geschlossene Geschichten dar, in denen zwar immer wieder einige Versatzstücke früherer Romane auftauchen, zum Verständnis ist das Vorwissen jedoch nicht zwingnd notwendig.  
In Lords und Ladies haben wieder die Hexen ihren Auftritt, die gegen die Elfenkönigin in den Kampf ziehen. Mit von der Partie sind auch einige Zauberer der unsichtbaren Universität, die anläßlich der bevorstehenden Hochzeit nach Lancre reisen. um der Zeremonie beiwohnen zu können. Unter den Zauberern ist auch Ridcully, der vor Jahren einmal ein Verhältnis mit der jungen Hexe Wetterwachs beginnen wollte.
Das Buch ist zwar wie gewohnt locker und flockig geschrieben, kann mich aber letztendlich nicht so sehr überzeugen. Vielleicht liegt es ja daran, das ich die Hexen an sich nicht so sehr mag. Die mitgereisten Zauberer lockern die Geschichte zwar ein wenig auf, aber irgendwie scheint mir dann doch noch ein wenig zu fehlen. Meines Erachtens fehlt es diesem Buch an den bisher so zahlreichen zündenen Ideen und Absurditäten der Vorgänger. Diese sind in diesem Roman recht dürftig vertreten.
Ok, die Elfenkönigin erweist sich als ziemlich böse und gemein, aber so könnte das auch ein anderer Autor geschrieben haben. Mir fehlt ein wenig der typische Pratchett in der Geschichte. Mag sein, dass der Wortwitz etwas durch die Übersetzung gelitten hat, aber das kann ich in Ermangelung des Originals nicht beurteilen. Zudem ist es auch nicht so relevant, da ich hier nur Etwas zur deutschen Ausgabe schreibe. So gesehen ist das Buch gut, aber eben nicht überragend.
Daher gebe ich dem Buch diesmal nur 6 Punkte.

Lan (9/2007)

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