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Rezension zum Buch:
Der Fotograf

Autor: John Katzenbach

Der Fotograf
TitelDer Fotograf 
Autor John Katzenbach
Seiten679 
VerlagKnaur 
erschienen2007 
ISBN978-3-426-63698-5 
Bewertet mit 7 von 10 Punkten.
7 Rezensionsspunkte

Weshalb dieses Buch?

Nach der relativ hektischen Zeit um Weihnachten herum kam das Buch als ein kleines Weihnachtspräsent in meinen Buchbestand. Nur konnte ich es leider nicht sofort lesen, da noch einige andere Dinge zu erledigen waren. Nun aber ist es soweit; das Buch wurde gelesen.

Über dieses Buch.

Ich kann mir nicht so recht helfen. Entweder habe ich das Buch nicht ganz korrekt gelesen und verstanden, oder der Text auf dem Buchcover ist nicht ganz richtig. Jedenfalls hatte ich nach der Lektüre den Eindruck, die Geschichte ist etwas anders verlaufen als auf dem Klappentext angegeben. Aber versuchen wir eine Klarstellung. Im Groben reduziert sich das Buch auf eine Geschichte von fünf Personen. Da wäre einmal die titelgebende Person, der Fotograf Doug Jeffers. Doug hat eine Studentin -Anne Hampton- entführt, die seine Schandtaten als literarisches Werk dokumentieren soll. Doug hat die Studentin durch Psychoterror sowit unter Kontrolle, als dass sie keinen Fluchtversuch mehr unternehmen möchte. Mit ihr bereist er verschiedene Orte in den USA, die für seine Entwicklung ausschlaggebend waren. Nebenbei werden Morde begangen, die Anne beschreiben soll. Daneben soll sie auch Dougs Monologe und Philosophien mitschreiben.
Wie sich im Laufe des Buches herausstellt, hatte Doug schon vorher einige Morde auf dem Gewissen, bei denen er jeweils die Opfer fotografiert hat.
Auf der Seite der Guten haben wir die Polizistin Mercedes Warren aus Miami, deren Nichte ebenfalls ein Opfer von Jeffers zu sein scheint. Als Täter wurde zwar eine andere Person verhaftet, aber Warren ist sich dessen nicht sicher. Sie vermutet einen anderen Täter. Auf eigene Faust beginnt sie mit ihren Ermittlungen, die sie an eine Täterschaft von Doug Jeffers glauben läßt. Sie versucht, über den Bruder an Doug heranzukommen.

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Buchkritik.

Nach einem etwas holprigen Beginn - mir fiel der Einstieg in die Geschichte etwas schwerer - wendete sich das Buch. Es wurde unglaublich spannend und animierte zum Weiterlesen. Doug Jeffers, ein kleiner Wicht mit einer recht wirren Weltauffassung, plant sein Vermächtnis. Er will seine Gedanken für die Nachwelt aufzeichnen. Er kann zwar hervorragende Bilder machen, hat aber ein kleines Problem mit seinem Rechtsempfinden. Dieser Jeffers, so habe ich das Buch dann verstanden, zog mordend durch die Lande und hat jeweils Bilder seiner Opfer für seine private Galerie hergestellt. Möglicherweise ist dies auch auf seine Erlebnisse im Krieg zurückzuführen, in dem er als Kriegsfotograf tätig war. John Katzenbach schafft es auch in diesem Buch, den Leser zum Mitdenken zu animieren. Dies erreicht er einmal durch seine klare und verständliche Sprache, zum Anderen durch seinen geschickten Umgang mit Informationen. Als Leser bekommt man nicht alle Details sofort zu Lesen. Man muss sich schon ein wenig bemühen, um die Zusammenhänge zu erkennen. Aber dies ist gerade das Spannende an diesem Buch. Auch die Rolle, die der Bruder spielt, ist nicht immer klar und vorhersehbar, was allerdings kein Fehler ist. Was mich ein wenig gestört hat, ist die Tatsache, dass man hin und wieder etwas im Bezug auf die Orte und Zeiten verwirrt war. Erst hatte man das Gefühl man wäre in Miami, wenig später dann in New York, um dann wieder ganz woanders zu sein. Da musste man dann doch nochmals nachschauen.
Ich habe das Buch dann doch gerne gelesen und habe mich über einige spannende Stunden gefreut. Ich fand jedoch Katzenbachs anderes Buch -der Patient- noch einen Tick besser, somit kann ich dem Roman gerne 7 Punkte geben.

Lan (1/2008)

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