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Rezension zum Buch:
Echt Zauberhaft
Roman der bizarren Scheibenwelt 16

Autor: Terry Pratchett

Echt Zauberhaft - Roman der bizarren Scheibenwelt 16
TitelEcht Zauberhaft 
Autor Terry Pratchett
Seiten345 
VerlagGoldmann 
erschienen1997 
ISBN3-442-41599-3 
Bewertet mit 8 von 10 Punkten.
8 Rezensionsspunkte

Weshalb dieses Buch?

Langsam wurde es mal wieder Zeit, einen Roman der Scheibenwelt-Reihe zu Lesen. Es liegen ja noch einige Romane vor mir, die auch noch gelesen werden wollen. Da muss man halt irgendwann einmal anfangen.

Über dieses Buch.

In diesem Roman kommt wieder der Zauberer Rincewind vor. So viel zur Einführung. Zur Geschichte selbst das Folgende: Im fernen achatenen Reich liegt der tyrannische Kaiser im Sterben. In der Hauptstadt HungHung herrscht das Chaos, da der Großwesir, Lord Hong, auf die Nachfolge spekuliert und einige Intrigen anzettelt. Hinzu kommt die graue Horde, die unter ihrem Anführer, dem Barbaren Cohen, mitmischen will. Ein gewisser Herr Zervelatwurst, ein ehemaliger Lehrer, begleitet die Barbaren und versucht ihnen ein wenig Zivilisation beizubringen. Alle zusammen sind sie auf dem Weg in die verbotene Stadt, in der der Showdown stattfinden wird. Achja, durch einen Zauber wird Rincewind gegen seinen Willen mitten zwischen die streitenden Parteien teleportiert. Das Chaos kann seinen Lauf nehmen...

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Buchkritik.

Wie schon erwähnt, tritt in diesem Roman wieder meine Lieblingsfigur Rincewind auf. Ich mag diesen unfähigen Zauberer einfach gut leiden. Wie er sich von einem Schlamassel zum Nächsten begibt ist einfach herrlich. Auch seine Fähigkeit, immer zum richtigen Moment die Flucht zu ergreifen ist einfach amüsant zu Lesen. Pratchett schafft es auch hier wieder, einfache und banale Begebenheiten irrwitzig und vollkommen übertrieben darzustellen. Mit dem achatenen Reich und dessen verbotener Hauptstadt HungHung ist wohl die asiatische Welt gemeint. Zudem ist das achatene Reich durch eine gewaltige Mauer geschützt. Den Legenden zufolge ist jenseits der Mauer nichts mehr von Bedeutung. Folgerichtig finden sich in diesem Roman auch einige humorvolle Schilderungen der asiatischen Lebensweise und Weltanschauung, die dem durchschnittlichen Europäer manchmal recht eigentümlich erscheinen. Genial ist auch die Truppe um Cohen, deren Durchschnittsalter irgendwo um die 85 Jahre liegt. Wenn es die fünf oder sechs älteren Herren dann auch noch mit einem ganzen Heer aufnehmen und im Handstreich ein ganzes Königreich stehlen, dann ist die Geschichte an sich zwar überaus absurd, aber dennoch ein vergnügliches Leseabenteuer. Ich kann dieses Buch uneingeschränkt empfehlen. Wenn ich es mir richtig überlege, dann kann man das Buch auch isoliert lesen. Man muss nicht unbedingt die vorherigen Romane kennen; das wäre zwar hilfreich, ist aber nicht zwingend notwendig. Und auch hier frage ich mich wieder: Wann wird das endlich real verfilmt? Die ganze Scheibenwelt bietet dermaßen viel humorigen Stoff, daß sich sicherlich davon ein interessanter und amüsanter Film machen ließe. Aber wie es ausschaut will sich hier noch kein Studio oder Regisseur dran versuchen, Schade. Das Buch bekommt von mir jedenfalls runde 8 Punkte.

Lan (5/2008)

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