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Rezension zum Buch:
Verdammnis

Autor: Stieg Larsson

Verdammnis
TitelVerdammnis 
Autor Stieg Larsson
Seiten768 
VerlagHeyne 
erschienen2008 
ISBN978-3-453-43317-5 
Bewertet mit 7 von 10 Punkten.
7 Rezensionsspunkte

Weshalb dieses Buch?

So wie ich mitbekommen habe, ist der Autor mittlerweile verstorben und die Romantrilogie wurde auch schon verfilmt. Da war es an der Zeit, das Buch auch einmal zu lesen.

Über dieses Buch.

Im Kern geht es um den Journalisten, der mit seiner Bekannten eine Zeitung, die Millenium, aufgebaut hat. Durch eine nicht solide recherchierte Story gerät er in eine Notlage, infolge deren er wegen Verleumdung angezeigt wird. Im Prozess um den besagten Artikel wird er zu einer Haftstrafe verurteilt. Um sein Lebenswerk nicht zu gefährden, tritt er aus seiner Zeitung aus. Bevor er allerding seine Haftstrafe antritt, bekommt er vom Vanger, dem Patriarchen einer alteingesessenen Firmendynastie ein Angebot, die Familienchronik zu erstellen. Da Blomkvist im Moment nichts Anderes geplant hat, nimmt er das Angebot an und beginnt mit seinen Nachforschungen für die Familienchronik. Mit ein Grund für seine Mitarbeit ist auch die Zusage des Herrn Vanger, er könne Blomkvist Material liefern, mit dem er seinen Ruf wieder herstellen kann.
Anders als jedoch vorgegeben, verfolgt Vanger ein anderes Ziel. Er vermisst seit 25 Jahren seine Enkelin, die eines Tages spurlos verschwunden ist. Da seinerzeit keine Hinweise für den Verbleib der Enkelin gefunden wurden, hat Vanger immer noch keine Klarheit über ihr Schicksal. Vanger will endlich Gewissheit, was mit seiner Enkelin geschehen ist, daher soll Blomkvist den Fall neu aufrollen und nochmals alle Indizien und Hinweise prüfen. Bei den Recherchen wird er unterstützt von Lisbeth Salander, die sich hervorragend mit Computern auskennt. Für den Reporter öffnen sich dunkle Abgründe, je tiefer er in die Materie einsteigt. Am Ende seiner Nachforschungen erwartet ihn eine Überraschung...

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Buchkritik.

Für meine Begriffe begann der Roman ein wenig schleppend, konnte aber im weiteren Verlauf erheblich zulegen. Nach ein paar Seiten konnte man das Buch dann kaum noch aus der Hand legen, weil man immer wieder wissen wollte, wie es weitergeht. Die Charaktere sind so weit beschrieben, dass man noch genügend Freiraum für eigene Vorstellungen hat. Andererseits sind die Beschreibungen ausführlich genug, damit man sich die Personen in ihren Wesenszügen vorstellen kann. Der Autor hat einen erfrischenden Schreibstil mit klaren Sätzen, die man gerne und zügig lesen kann. Auf jeden Fall macht der Roman Appetit auf den Film, der ja mittlerweile auch erschienen ist. Weiterhin bin ich auch gespannt auf die weiteren Romane der dreiteiligen Reihe rund um den Journalisten Blomkvist. Leider wird es wohl wegen des Todes des Autors über die Trilogie hinaus keine Abenteuer mehr geben, was ich dann doch bedauerlich finde.
Dem Roman gebe ich wegen der packenden Story und der kurzweiligen Unterhaltung gerne 7 Punkte.

Lan (9/2010)

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