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Rezension zum Buch:
Die dunklen Wasser von Aberdeen

Autor: Stuart MacBride

Die dunklen Wasser von Aberdeen
TitelDie dunklen Wasser von Aberdeen 
Autor Stuart MacBride
Seiten544 
VerlagGoldmann 
erschienen2006 
ISBN978-3-442-46165-3 
Bewertet mit 8 von 10 Punkten.
8 Rezensionsspunkte

Weshalb dieses Buch?

Das Buch habe ich in einem Antiquariat entdeckt. Gehört habe ich von diesem Autor bisher noch nichts. Das scheint aber nicht alleine mir so zu gehen, denn sonst wäre dieser Roman sicherlich nicht in einem "Wühltisch" gelandet.

Über dieses Buch.

Das Thema hat es in sich. Nach einer 9 monatigen Auszeit kommt Logan McRae wieder zum Dienst in die Polizeistelle in Aberdeen. Bei einer Verfolgungsjagd wurde er von einem Verdächtigen niedergestochen. Er wollte sich eigentlich wieder ganz vorsichtig einarbeiten und erst nach und nach wieder in den vollen Dienst einsteigen. Aber mit dem Fund einer Kinderleiche in einem Wassergraben sind alle Planungen hinfällig, zumal es nicht bei diesem Mord bleibt. Für Logan McRae beginnt ein Rennen gegen die Zeit, um weitere Morde zu verhindern.

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Buchkritik.

Wie schon eingangs erwähnt behandelt der Roman ein heikles Thema. In Aberdeen ist ein Serientäter unterwegs, der es auf Kinder angesehen hat. Das erschwert natürlich der Polizei die Arbeit, da die Presse mit jedem neuen Fall mehr Druck auf die Polizei ausübt. Die Ermittler sind zu Erfolgen gezwungen und gehen jeder noch so kleinen Spur nach. Bei aller Heftigkeit der geschilderten Verbrechen schafft es der Autor dennoch, den Roman nicht zu düster werden zu lassen. Die Schilderung und Beschreibung der Personen und deren Umgang miteinander lassen humorvolle Momente erkennen, die dem Roman insgesamt gut tun. Auch verwendet der Autor eine verständliche und klare Sprache, die einem die Lektüre kurzweilig und spannend machen. Obwohl der Roman über 500 Seiten mit sich bringt, wird es nie langweilig und auch die Spannung bleibt jederzeit erhalten. Allerdings muss ich zugestehen, das dieser Roman sich nicht für Jedermann eignet. Die Beschreibungen der Taten und auch einige andere Szenen aus dem Roman sind zuweilen brutal und unappetitlich. Insgesamt aber hat sich das Buch gelohnt, es zeigt die Arbeit der Polizei mit Charakteren, die Schwächen und Eigenheiten haben. Ob das realistisch ist, sei dahingestellt. Auf jeden Fall wirkt es authentischer als manche Polizeistelle in TV-Serien. Dem Buch gebe ich daher gerne 8 Punkte.

Lan (3/2011)

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