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Rezension zum Buch:
Die Astronauten

Autor: Stanislaw Lem

Die Astronauten
TitelDie Astronauten 
Autor Stanislaw Lem
Seiten304 
VerlagSuhrkamp 
erschienen1978 
ISBN978-3-518-36941-8 
Bewertet mit 7 von 10 Punkten.
7 Rezensionsspunkte

Weshalb dieses Buch?

Nach diversen Aufräumarbeiten sind einige Romane von Lem wieder zum Vorschein gekommen. Zeit, nochmals den ein oder anderen zu Lesen, da man sich mittlerweile auch nicht mehr genau an alles erinnern kann.

Über dieses Buch.

Im Jahre 1908 schlägt in Sibirien in der unbewohnten Tundra ein Meteroit ein. Er hinterläßt gewaltige Zerstörung und kilometerweit umgeknickte Bäume. Der Einschlag muss verheerend gewesen sein. Mit der Zeit kommen Forscher zu dem Schluss, dass dies ein außerirdisches Raumschiff gewesen sein muss. Bei einer weiteren Expedition kann aus dem Einschlagtrichter eine Art Black-Box geborgen werden. Die nun einsetzende Analyse bringt keine guten Nachrichten. Der vermeintliche Meteroit war in der Tat ein Raumschiff einer fremden Spezies. Aber nicht von weit her, sondern von der Venus. Und nicht nur das. Die Bewohner der Venus planen offenbar eine Invasion auf der Erde. Ein anberaumter Erkundungsflug zum Mars wird daher kurzfristig umgeplant. Stattdessen sollen einige Wissenschaftler die Venus anfliegen, um dort die Invasion zu stoppen. Können die Astronauten noch rechtzeitig die Erde retten?

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Buchkritik.

Es ist schon erstaunlich. Der Roman ist 1950 entstanden, also deutlich vor der ersten Mondlandung. Dennoch wirkt er an keiner Stelle altbacken oder gar antiquiert. Lem hat der realen Vorfall des Meteoriteneinschlags von Tunguska am 30.06.1908 zum Anlass genommen, daraus den Roman zu entwickeln. Im Roman schreiben wir das Jahr 2003, in dem die Rakete "Kosmokrator" ihren Weg zur Venus antritt. Dort angekommen finden die Astronauten einige Hinweise auf intelligentes Leben. Allerdings können sie nirgens Lebewesen finden. Die Wissenschaftler unter den Astronauten sammeln forlaufend Daten, die helfen sollen, Licht in das Dunkel zu bringen. So finden sie ein unterirdisches Rohr, dessem Verlauf sie folgen. Am Ende des Rohres finden sie eine weisse Kugel, zu der noch weitere Rohre führen. Die Rohre entpuppen sich als Energiezuleitungen zu dieser Kugel, die in regelmäßigen Abständen die Gravitation beeinflusst.
Auf ihren weiteren Erkundungen kommen sie durch surreal anmutende Gegenden und finden auch schliesslich eine grosse Ansammlung von Gebäude. Endlich wurde eine Stadt der Venusbewohner gefunden. Aber auch hier ist nirgends eine Spur von Leben zu finden. Was ist geschehen?
Was dort passiert ist, möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Aber soviel sei gesagt: Die Erde ist nicht mehr in Gefahr. Der Roman ist, trotz seines Alters, frisch und spannend. Daher bekommt dieser Roman von mir gerne 7 Punkte.

Lan (3/2012)

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