Buchrezension zu: »Plasma« von Jeff Carlson
Buchkritik
Startseitezufällige Kritikalle BuchkritikenBewertungskriterienImpressumSurftipps Login


Rezension zum Buch:
Plasma

Autor: Jeff Carlson

Plasma
TitelPlasma 
Autor Jeff Carlson
Seiten407 
VerlagPiper 
erschienen2009 
ISBN978-3-492-26685-7 
Bewertet mit 6 von 10 Punkten.
6 Rezensionsspunkte

Weshalb dieses Buch?

Der Autor war mir bis dahin vollkommen unbekannt. Das Buch habe ich im Urlaub in einer Buchhandlung gekauft, wo es als beschädigtes Exemplar preisreduziert angeboten wurde. Zudem versprach der Rückentext eine interessante Handlung.

über dieses Buch.

Irgendwann in der nicht allzuweit entfernten Zukunft haben Waffentechniker in den Biolaboren einen Nanovirus entwickelt, der als ultimative Waffe eingesetzt werden kann. Leider sind die Nanopartikel aus dem Labor entwichen und haben ihre zerstörerische Kraft freigesetzt und alles organische Leben unterhalb von 3000m über dem Meer vernichtet. Einzig eine Wissenschaftlerin konnte in der verbleibenden Zeit Impfnanobots entwickeln, die zwar nicht optimal wirken, aber zumindest die Zerstörung aufhalten können.
Die politischen Wirren haben mittlerweile dazu geführt, dass in Amerika eine neue Regierung im Amt ist, die den Impfstoff zunächst nur für den eigenen Bedarf verwenden will. Es bietet sich immerhin die Möglichkeit, die gesamte Welt zu erobern und zu beherrschen. Die Wissenschaftlerin Ruth Goldman will jedoch mit einigen Mitstreitern den Impfstoff allen Menschen zugäglich machen. Daher flieht sie mit einigen Getreuen, um sich den Rebellen anzuschließen und die restlichen Überlebenden mit dem Impfstoff zu versorgen. Ab hier beginnt nun der Roman. Er schildert im folgenden die Flucht der Gruppe um Goldman. Zeitgleich kommt es in der Welt zu einschneidenden Veränderungen. Durch einen Spion sind auch die Chinesen in Besitz des Impfstoffs gekommen, die nun Ihrerseits versuchen, in den ehemaligen USA Fuss zu fassen, um sich der dortigen Rohstoffe zu bemächtigen. Die Ebenen der USA sind nun das Kampfgebiet der Rebellen, der Chinesen und der verbliebenen Armee der USA. Wird es Goldman gelingen, rechtzeitig die Überlebenden zu immunisieren, damit die Invasion gestoppt werden kann?

Werbung

Buchkritik.

Naja, wieder ein Endzeitthriller mit merkwürdiger Ausgangssituation; das war zumindest der erste Gedanke. Aber nachdem man einmal darüber nachdenkt, ist es schon beängstigend, was entwichene Kampfnanobots anrichten können. Soweit ich mich erinnere hat der Roman die Frage offen gelassen, ob die Nanos absichtlich oder versehentlich in die Umwelt entlassen wurden. Damit der Roman eine Handlung haben kann, wurde die Wirkung des Nanobots auf maximal 3000m über NN begrenzt. Wäre dem nicht so, hätte es gar keine Überlebenden mehr gegeben. Auch hier stellt sich wieder die Frage, ob es wirklich sinnvoll ist, alles Machbare auch tatsächlich umzusetzten, solange man nicht die Folgen des Handelns kritisch hinterfragt hat. Diese Diskussion spielt aber im Roman zum Glück keine Rolle, denn darüber sollten Andere an anderer Stelle reden. Alles in Allem eine recht interessante Story, die einem beim Lesen nicht langweilig wird. Daher gebe ich dem Buch gerne 6 Punkte.

Lan (3/2012)

Powered by w3.css