Buchrezension zu: »Sein Blut soll fliessen« von Ian Rankin
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Rezension zum Buch:
Sein Blut soll fliessen

Autor: Ian Rankin

Sein Blut soll fliessen
TitelSein Blut soll fliessen 
Autor Ian Rankin
Seiten544 
VerlagGoldman 
erschienen2009 
ISBN978-3-442-46374-9 
Bewertet mit 6 von 10 Punkten.
6 Rezensionsspunkte

Weshalb dieses Buch?

Ian Rankin hat diesen Roman als Jack Harvey geschrieben und veröffentlicht. Das nun wieder der Name Rankin im Vordergrund steht, hat sicherlich mit dem Erfolg seiner Inspektor Rebus-Reihe zu tun. Dies ist jedoch einer der drei Romane, die er unter seinem alter ego verfasst hat.

über dieses Buch.

Ein ehemaliger Angehöriger des SAS, einem Elitetrupp der britischen Armee hat sich aus dem aktiven Geschäft zurückgezogen und lebt nun mit seiner Frau und seinem Kind in einem abgelegenen Teil Schottlands und veranstaltet dort Survivaltrainings für Manager und sonstige Interessenten. Alles in allem ein recht beschauliches Leben. Sein Bruder, mit dem er nur einen lockeren Kontakt pflegt, ist Journalist und arbeitet an einer Story rund um die BSE-Erkrankungen. Im Laufe siener Recherchen findet er in Amerika den Tod. Offiziell wird sein Ableben als Selbstmord gedeutet. Gordon Reeve reist in die USA, um den Leichnam seines Bruders in die Heimat zu überführen. Als er sich jedoch ein wenig näher mit den Umständen des vermeintlichen Selbstmords befasst, wird die Gewissheit immer deutlicher, dass sein Bruder das Opfer eines Mordes ist. Er beginnt damit, die Hintergründe für diesen Mord in Erfahrung zu bringen. Dabei merkt er recht schnell, das er es mit einem einflussreichen und mächtigen Gegner zu tun hat. Es handelt sich dabei um den CEO eines großen Chemieunternehmens, welcher auch nicht vor Mord zurückschreckt. Eben dieser CEO hat eine Söldnertruppe angeheuert, deren Anführer ein ehemaliger Kamerad aus der Zeit bei der SAS ist. Mit diesem hat er noch eine Rechnung offen. Schnell ist Ihm klar, das die ganze Geschichte auf ein Duell der einstigen Kameraden ausläuft. Wer wird am Ende als Sieger hervorgehen?

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Buchkritik.

Zunächst dachte ich, die drei Romane, die Rankin als Jack Harvey geschrieben hatte, sind irgendwie miteinander verbunden. Dies ist aber nicht der Fall. Jedes Werk ist in sich abgeschlossen und erzählt auch eine ganz eigene Geschichte. Man braucht daher die Romane nicht einer bestimmte Reihenfolge lesen.
Auch in diesem Werk ist sind Orte in England, Schottland, Frankreich und den USA Schauplätze der Geschichte. Zeitlich einzuordnen ist das Werk irgendwo nach dem Auftreten der BSE-Fälle. Es sind aber in der Hauptsache Chemikalien, also Dünger und Pflanzenschutzmittel, für die Krankheit verantwortlich. Dem Chemieriesen CWC sind die Gründe bekannt, aber um das eigene Geschäft nicht zu gefährden kann eben nicht wahr sein, was nicht wahr sein darf. Dazu erscheint jedes Mittel recht. Erfreulich ist, das dies nicht das Hauptanliegen des Romans zu sein scheint. Es geht hier vielmehr um die alte gewachsene Feindschaft zweier Soldaten, von denen der Eine in eine bürgerliche Existenz zurückfand. Der Andere hat sein seinem Ausscheiden weiterhin mit Morden seinen Lebensunterhalt bestritten. Der Grund für den Hass der Beiden ist in einem früheren gemeinsamen Einsatz im Falklandkrieg zu suchen.
Es ist ein spannender und lesenswerter Roman, der hier zwar keine Top-Bewertung erält, aber da er gut unterhalten hat immer noch 6 Punkte bekommt.

Lan (3/2012)

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