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Rezension zum Buch:
Transfer

Autor: Stanislaw Lem

Transfer
TitelTransfer 
Autor Stanislaw Lem
Seiten307 
Verlagdtv 
erschienen1999 
ISBN978-3-423-10105-9 
Bewertet mit 7 von 10 Punkten.
7 Rezensionsspunkte

Weshalb dieses Buch?

Ja, auch diesen Roman habe ich schon einmal gelesen, aber an den Inhalt kann ich mich nicht mehr so genau erinnern.

Über dieses Buch.

In einer nicht allzu fernen Zukunft wurde ein Raumschiff zur Erkundung in ein Sternbild geschickt. Nach einer Reisedauer von über einhundert Jahren kehrt die übriggebliebene Mannschaft wieder auf die Erde zurück. Für die Astronauen sind indes nur 20 Jahre vergangen. Während ihrer Abwesenheit hat die Wissenschaft erhebliche Fortschritte gemacht, so dass die Astronauten sich kaum mehr auf der Erde zurechtfinden. Erzählt wird der Roman aus der Sicht eines Sternenreisenden mit Namen Hal...

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Buchkritik.

Auch in diesem Roman greift Lem wieder das Thema einer schwierigen Kontaktaufnahme auf. Diesmal allerdings sind es Menschen aus unserer Mitte, die plötzlich mit einer gewandelten Gesellschaft konfrontiert werden. So ist durch die Entdeckung der so genannten Betriesierung alle Agression unterdrückt worden. Es gibt keine Morde mehr, keine Kriege und auch sonst keine gefährlichen Aktionen mehr. Die damit einhergehende Änderung der Gesellschaft ist so gravierend, dass sich Hal überhaupt nicht mehr zurechtfindet. Denn mit dieser Änderung ist auch jeglicher Wagemut und Entdeckergeist verloren gegangen. Das, wofür er gelebt und die besten Jahre seines Lebens geopfert hat, interessiert niemanden mehr. Da der Leser eher aus der Zeit des Hal stammt, kann man sich recht gut in diese Person hineindenken. Auch dem Leser erscheint vieles fremd und unverständlich. Einiges allerdings auch wünschenswert. Insgesamt aber überwiegt das Gefühl der Fremde und Verlorenseins. So ist auch dieser Roman zeitlos und somit auch immer aktuell, obwohl das Werk 1961 entstanden ist. Das Buch bekommt von mir daher 7 Punkte. Dies, weil es an manchen Stellen doch etwas schwerer zu Lesen ist.

Lan (3/2012)

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