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Rezension zum Buch:
Antarktika

Autor: Steve Berry

Antarktika
TitelAntarktika 
Autor Steve Berry
Seiten608 
VerlagBlanvalet 
erschienen2011 
ISBN978-3-442-37335-2 
Bewertet mit 8 von 10 Punkten.
8 Rezensionsspunkte

Weshalb dieses Buch?

Wie so oft habe ich den Autor vorher noch nicht gekannt. Ich habe das Buch geschenkt bekommen und habe natürlich auch recht bald mit der Lektüre angefangen.

Über dieses Buch.

Hier wird es schon etwas schwieriger. Mit ein paar einfachen Sätzen kann man das Buch einfach nicht beschreiben. Dazu ist es einfach zu vielschichtig. Böse Zungen werden behaupten, es wäre dazu zu verworren.
Ich will es aber dennoch versuchen: Tief in der Antarktis liegen die Reste einer uralten und fortgeschrittenen Zivilisation, die allerdings mittlerweile ausgestorben ist. Zur Zeit dieser Bewohner war die Arktis noch Eisfrei und es herrschte dort ein warmes Klima. Das Wissen um die Existenz dieser versunkenen Stadt ist mittlerweile verloren gegangen, bis ein deutscher Wissenschaftler vor Beginn des 2. Weltkrieges Fakten und Hinweise zusammengetragen und eine Theorie entwickelt. Demzufolge begannen die Arktisbewohner vor einigen hundert Jahren damit, in die übrige Welt zu Reisen, um die anderen Völker zu lehren und so das eigene Wissen zu bewahren. Entspechende Mythen fand er bei den Azteken, Mayas, Ägyptern und bei anderen Völkern. Auch findet er Hinweise bei Karl dem Großen, dass dessen Lehrer die geheimnisvolle Rasse in der Arktis mehrfach besucht haben soll. Den Nazis kam die Theorie sehr gelegen, konnten sie doch die kulturell und technisch hoch entwickelten Urbewohner der Arktis als die Urahnen der Deutschen deuten. Folglich starteten die Nazis eine Expedition in die Arktis, um die alte Stadt zu finden. Bei dieser Expedition wurden auch einige Artefakte geborgen, die mit seltsamen Schriftzeichen versehen sind. In den Kriegswirren gingen die Entdeckungen jedoch verloren, bis die Amerikaner in den 50er Jahren erneut eine Expedition mit einem UBoot in die Region starteten.
Mit dabei ist auch der Sohn des deutschen Wissenschaftlers und der Vater eines Geheimagenten. Diese Expedition endet allerdings in einem Fiasko, bei dem das UBoot sinkt. Ein Rettungsmission unter Admiral Ramsey findet zufällig die verborgene Stadt. Aber statt den Fund zu veröffentlichen beschliesst die Armee, die ganze Angelegenheit unter Verschluss zu halten. Immerhin ist die Zeit des kalten Krieges, da sind solche Entdeckungen eine Gefahr für die nationale Sicherheit.
In der Gegenwart ist aus Ramsey der Chef einer Geheimaorganisation geworden und er hat Ambitionen auf noch höhere Ämter in der Regierung. Die Nachfahren des deutschen Wissenschaftlers, die Zwillingsschwestern, befassen sich auf Drängen ihrer Mutter mit der Frage, was ihr verschollener Vater auf einem amerikanischen UBoot zu suchen hatte. So bekommt auch der ehemalige Agent Cotton Malone einige Dokumente in die Hand, die sich mit dem UBoot befassen. Sein Vater war seinerzeit der Kapitän des Bootes gewesen. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, der die Akteure durch Europa bis hinauf in die Arktis führt. Erschwerend kommt hinzu, dass Ramsey alles daran setzt, die Sache auch weiterhin geheim zu halten, auch wenn das einige Leben kostet.

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Buchkritik.

Wie man der Einleitung schon entnehmen kann, hat das Buch an sich eine recht sperrige Handlung. Es kommen reichlich Personen vor und es passiert auch einiges. Dennoch fällt dies beim Lesen nicht weiter auf. Nach und nach werden die einzelnen Charaktere vorgestellt und immer wieder ein wenig näher beschrieben. Zu Beginn ist einem daher nicht sofort klar, wer denn eigentlich zu den Guten oder zu den Bösen gehört. Auch die Technik, parallele Handlungen in ziemlich kurzen Absätzen auch quasi zeitgleich zu erzählen, hilft ungemein, die Spannung zu steigern und zu erhalten. Wenn die Handlung wieder etwas ruhiger wird, werden auch die Abschnitte wieder länger. Dies ist aber auch leider ein kleines Manko des Romans. Aufgrund der Erzähltechnik besteht natürlich auch die Gefahr, dass man den Überblick verlieren kann. Alles in Allem ein sehr  unterhaltsames Buch, welches ich sehr gerne gelesen habe. Man sollte aber unbedingt die Uhr im Auge behalten, denn sonst kann es sein, dass man viel zu lange am Stück liest. Obwohl das Buch mit seinen 608 Seiten nicht gerade kurz geraten ist, war es dennoch recht zügig ausgelesen. Ich bin mal gespannt, ob der Autor noch weitere Romane dieser Art geschrieben hat. Das Buch bekommt von mir daher 8 Punkte.

Lan (7/2013)