Buchrezension zu: »Sinuhe, der Ägypter« von Mika Waltari
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Rezension zum Buch:
Sinuhe, der Ägypter

Autor: Mika Waltari

Sinuhe, der Ägypter
TitelSinuhe, der Ägypter 
Autor Mika Waltari
Seiten800 
VerlagBastei Lübbe 
erschienen2011 
ISBN978-3-404-15811-9 
Bewertet mit 5 von 10 Punkten.
5 Rezensionsspunkte

Weshalb dieses Buch?

Es handelt sich hierbei um ein älteres, gebundenes Buch, was sich bisher immer dem Lesevorgang entzogen hat. Vielleicht, weil mich der Titel bisher immer abgeschreckt hat. Die Angaben zum Buch beziehen sich auf die 4. Auflage.

über dieses Buch.

Es geht um das Leben und Wirken des Ägypters Sinuhe, der zur Zeit des Pharao Echnaton lebte (rund 1390-1335 v.Ch.). Die Figur des Sinuhe ist wohl fikitv, die Pharaonen jedoch gab es in der Tat. Wie man aber nachlesen kann, entstand um 1900 v.Ch. eine Geschichte um einen Sinuhe als ein Werk altägyptischer Literatur. Von dieser Erzählung hat sich der Autor offenbar anregen lassen. Sinuhe wird von seinen Eltern in einem Binsenboot auf dem Nil treibend gefunden und von ihnen als leiblicher Sohn anerkannt. Sinuhe beginnt von seinem Vater zu lernen, der als Armenarzt in Theben praktiziert. Seine Ausbildung schreitet voran und mit der Zeit erklimmt er immer höhere Stufen in der Gesellschaft. Auf einer langen Reise, die durch seinen Freund Haremhab initiiert wird, lernt er fremde Länder und Bräuche kennen.
Wieder zurück in Ägypten kann er auf ein stattliches Vermögen blicken. Seinem Sklaven Kaptah schenkt er die Freiheit, der wiederum bleibt auch weiterhin Sinuhe treu und wird dessen Vermögensverwalter. Im Weiteren erlebt Sinuhe viele Höhen und Tiefen in seinem Leben. Aber immer bleibt ihm Kaptah als verlässlicher Freund, der ihm aus der ein oder anderen Klemme hilft.

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Buchkritik.

Zunächst dachte ich immer, in diesem Buch würden Volkslieder oder einfache Sagen der Ägypter versammelt sein. Erst nachdem ich mir das Buch einmal genauer angesehen hatte, musste ich meinen Irrtum erkennen. Das Buche vermittelt einen recht guten Einblick in die Zeit der Pharaonen und dem Leben des gemeinen Volkes zu dieser Zeit. Den Pharao Echnaton und dessen Sohn Tutanchamun gab es, genauso wie auch Haremhab eine geschichtlich gesicherte Person zu sein scheint. Auch Echnatons Frau ist vielen bekannt, handelt es sich doch dabei um Nofretete. Einzig die Wortwahl und den Satzaufbau fand ich nicht ganz zeitgemäß. Es war hin und wieder etwas schwierig, aufmerksam der Handlung zu folgen. Für meinen Geschmack ist die wörtliche Rede teilweise viel zu blumig. Aber wenn man einmal im Lesefluss "drin" ist, dann relativiert sich das wieder. Dann erscheint die Sprache so genau richtig zu sein. Ansonsten ist dieser Roman eine nette und unterhaltsame Lektüre, dem ich gerne 5 Punkte gebe.

Lan (7/2013)

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