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Rezension zum Buch:
Tiere

Autor: Simon Beckett

Tiere
TitelTiere 
Autor Simon Beckett
Seiten288 
Verlagrororo 
erschienen2011 
ISBN978-3-499-24915-0 
Bewertet mit 5 von 10 Punkten.
5 Rezensionsspunkte

Weshalb dieses Buch?

Das Buch wurde mir einfach zum Lesen gegeben.

Über dieses Buch.

Ein einsamer Junge ist in London in einem Pub aufgewachsen. Mit der Zeit wurden die Fabriken rund um den Pub geschlossen. Das hatte zur Folge, dass die Geschäfte immer schlechter liefen. Neills Vater hat zwar einige Versuche gestartet, den Pub wieder attraktiver zu gestalten, aber letztendlich führten die Versuche zu keinem besseren Ergebnis.  Nachdem seine Eltern gestorben sind, wohnt Neill weiterhin im Pub, der mittlerweise einsam und alleine auf einer riesigen Brache liegt, da die alten Fabrikbauten abgerissen wurden. Neill verdient sich seinen Lebensunterhalt als Bote beim Arbeitsamt und ist ansonsten recht anspruchslos. Er gönnt sich lediglich ein paar "Haustiere".
Neill lebt sein Leben in einer seltenen Eintönigkeit vor sich hin. Tagsüber Arbeit, dann Versorgung der Tiere und danach ein wenig Fernsehen. Und zum Wochenende gönnt er sich einen Film aus der Videothek. Lediglich seiner Arbeitskollegin schenkt er insgeheim Bewunderung. Aber eines Tages wird die Routine durchbrochen, als sich die Kollegin quasi selbst bei Neilll in den Pub einläd.  Von diesem Moment an ist Neill innerlich aufgewühlt und bemüht, den Tag zu einem besonderen Tag zu machen. Er plant das Essen, er besorgt einen Film und er bringt auch noch die Wohnung in Schuss. Als der Tag des Besuchs kommt, erscheint seine Lieblingskollegin aber nicht alleine, sondern mit ihrer Freundin und noch einem Freund. In Neill steigt Panik auf und der Tag entwickelt sich keineswegs so, wie geplant...

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Buchkritik.

Der Roman ist angenehm zu Lesen und baut auch Spannung auf. Nach und nach erkennt der Leser, dass Neill in seiner Kindheit erheblichen psychischen Schaden genommen hat. Anders ist kaum zu erklären, warum er in seinem Keller Menschen in Käfigen hält. Er nennt diese auch nur Tiere und redet von den Menschen auch so. Gemeinsam ist den Gefangenen, dass sie entweder Prostituierte oder Bettler sind. Neill ist offenbar der Meinung, das es sich dabei nicht um Menschen, sondern um Tiere handelt. Der Roman behandelt dann auch in der Haupsache den Besuchstag, an dem alles aus dem Ruder läuft. Als Leser wird einem zunächst der Charakter des Neill näher gebracht. Während der Beschreibung des Besuchstages erfährt der Leser in Rückblenden immer ein wenig mehr über Neill. Lediglich das Ende des Buches fand ich doch recht überraschend und kurz. Da habe ich doch noch den einen oder anderen Satz erwartet. Natürlich ist es nicht in Ordnung, Menschen als Tiere in Käfigen zu Halten. Das kann dem ein oder Anderen schon misfallen. Alles in Allem aber ein unterhaltsames Buch, dem ich 5 Punkte geben kann.