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Rezension zum Buch:
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Viruszone

Autor: Mia Grant

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TitelFeed 
Autor Mia Grant
Seiten500 
Verlaglyx 
erschienen2012 
ISBN978-3-8025-8416-9 
Bewertet mit 6 von 10 Punkten.
6 Rezensionsspunkte

Weshalb dieses Buch?

Diesen Roman habe ich als Geschenk erhalten. Den Autor kannte ich bisher noch nicht, was allerdings nicht viel bedeuten muss.

Über dieses Buch.

Wir befinden und in einer nicht allzu fernen Zukunft in den vereinigten Staaten. Durch ein misslungenes Genexperiment an Viren und Bakterien ist es zwar gelungen den Krebs und weitere Krankheiten zu besiegen. Der Preis dafür ist aber enorm. So sorgt die Infektion dafür, dass Menschen nach ihrem Tod wieder erwachen. Fortan wandern sie als Zombies durch das Land auf der Suche nach Nahrung. Wie in solchen Genres üblich, führt der Kontakt mit einer solchen Kreatur schnell zur eigenen Infektion und zur Mutation zu einem Zombie. Das hat natürlich weitreichende Folgen für die Menschheit. Größere Menschenansammlungen gibt es wegen der Infektionsgefahr nicht mehr. Die Gebiete sind in Gefahrenstufen eingeteilt, die jeweils nur berechtigte Personen betreten dürfen. Im Nachrichtenbereich hat der Blog per Internet die Zeitungen abgelöst. Die Blogger müssen Lizenzen erwerben, um sich im freien Gelände bewegen zu können. Der Roman handelt in der Hauptsache von zwei Bloggern, die den nächsten Präsidentschaftskandidaten auf der Wahlkampftour begleiten. Im Laufe des Vorwahlkampfes kommt es zu Angriffen auf die Mannschaft. Was steckt dahinter?

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Buchkritik.

Die Idee, dass die Erde von Untoten heimgesucht wird, ist in der Tat keine besondere Neuerung. Wie auch in vielen anderen Romanen mit diesem Thema ist auch hier ein misslungenes Experiment für die Untoten verantwortlich. Und wie auch in diesem Genre üblich, kann eine gesunde Person durch eine Verletzung infiziert werden. Wer in diesen Zeiten am Leben bleiben will, der muss für Keimfreiheit sorgen und möglicht keine anderen Menschen treffen, denn die könnten ja infiziert sein.
In diesem Roman ist die Ursache ursprünglich ein gut gemeintes Genexperiment. Nicht Zerstörung und Waffen standen im Vordergrund, sondern mit Hilfe der Viren und Bakterien sollten allerhand Krankheiten besiegt werden. Leider stellte sich erst später heraus, dass die Krankheiten zwar besiegt wurden, aber als Nebenwirkung wachen die Toten als willenlose Zombies wieder auf. Der Roman ist spannend geschrieben und vermittelt einen Eindruck, wie öffentliches Leben in solchen Zeiten gestaltet werden kann. Und das unterscheidet diesen Roman von einigen anderen. Normalerweise ist die ganze Menschheit bedroht und nur noch ein paar Unerschrockene versuchen sich durch das Leben zu schlagen. In diesem Roman ist es offenbar den Regierungen gelungen, die Seuche weitgehend einzudämmen. Es existiert noch ein öffentliches Leben und auch noch eine Verwaltung. Es kann zwar keine Rede von einer uns bekannten Normalität sein, aber die Zukunftsaussichten sind nicht ganz so düster wie sonst genreüblich. Ich denke, daher kann ich dem Buch 6 Punkte geben.