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Rezension zum Buch:
Der Professor

Autor: John Katzenbach

Der Professor
TitelDer Professor 
Autor John Katzenbach
Seiten560 
VerlagKnaur 
erschienen2011 
ISBN978-3-426-50070-5 
Bewertet mit 6 von 10 Punkten.
6 Rezensionsspunkte

Weshalb dieses Buch?

Vom Autor Katzenbach habe ich schon eine Reihe interessanter Romane gelesen. Daher ist es sicherlich logisch, auch diesen Roman zu Lesen.

Über dieses Buch.

Im Wesentlichen geht es in diesem Roman um die letzten Monate im Leben eines emerierten Professors für Psychologie. Zu Beginn des Romans bekommt der Professor eine Diagnose mitgeteilt, die für ihn wie ein Todesurteil ist. Er leidet an einem Zerfall der Nerven, so dass er recht bald seine geistigen und körperlichen Fähigkeiten einbüsst. Mittlerweile leidet er schon an Halluzinationen und mangelnder Koordination. So sieht er seine verstorbene Frau und unterhält sich mit seinem gefallenen Sohn. Auch mit seinen Bruder, der durch Suizid aus dem Leben geschieden ist, führt er hin und wieder Gespräche. Auf dem Weg in sein Haus hat er dann den Entschluss gefasst, seinem Leben ein Ende zu setzen, solange er noch selbst dazu in der Lage ist. Kurz vor seiner Haustüre glaubt er zu erkennen, dass ein rund 16 jähriges Mädchen gewaltsam in einen Lieferwagen gezerrt wird. Aber er ist sich nicht sicher, ob die Beobachtung nun real war oder nur in seiner Einbildung stattgefunden hat. Er entschließt sich dazu, solange es seine Verfassung noch zulässt, dem nachzugehen und mehr über das Schicksal des Mädchens herauszufinden.

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Buchkritik.

Nach dem Einstieg in den Roman, der einem die Person des Professors, Adrian, etwas näher bringt, folgt der Leser dem Professor auf seinem weiteren Weg. Zunächst klärt er mit Hilfe der Polizei ab, ob seine Beobachtung überhaupt real gewesen ist. Nachdem klar ist, dass es sich bei dem verschwundenen Teenager um Jennifer aus der Nachbarschaft handelt, hat Adrian nur noch ein Ziel: Er will Jennifer finden und wieder nach Hause bringen. Allerdings gibt zu diesem Zeitpunkt noch keinerlei Hinweise auf ein Verbrechen. Im Roman kann der Leser die langsame Dämmerung von Adrian verfolgen. Immer häufiger hält er Zwiesprache mit seiner verstorbenen Familie. Und immer deutlicher und entschiedener muss er sich sein Ziel vor Augen führen, Jennifer zu befreien. Denn Adrian ist von Beginn an von einer Entführung überzeugt. Aber wird er Jennifer rechtzeitig retten können, bevor sein Geist und sein Körper nicht mehr mitspielen? Das möchte ich an dieser Stelle nicht verraten.
Interessant finde ich es, das der Held der Geschichte mal ein ganz unüblicher Charakter ist. Kein unfehlbarer junger Held; auch kein Durchschnittsmensch, der zum Helden wird. Es ist ein älterer Herr, der wegen seiner Krankheit schon an einen Suizid denkt.
Insgesamt ist es ein lesenswertes Buch, das allerdings in Punkto Spannung nicht ganz mit den anderen Roman von Katzenbach mithalten kann. Dennoch habe ich das Buch recht zügig gelesen und kann dem Werk somit auch verdiente 6 Punkte geben.

Lan (2/2014)

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