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Rezension zum Buch:
Die Glasbücher der Traumfresser

Autor: Gordon Dahlquist

Die Glasbücher der Traumfresser
TitelDie Glasbücher der Traumfresser 
Autor Gordon Dahlquist
Seiten928 
VerlagBlanvalet 
erschienen2009 
ISBN978-3-442-37274-4 
Bewertet mit 8 von 10 Punkten.
8 Rezensionsspunkte

Weshalb dieses Buch?

Ich habe mir ein Buch gewünscht, das viele Seiten zum Lesen bietet. So kam dann dieser Roman als Geschenk zu mir.

Über dieses Buch.

Da wird es schon etwas knifflig. Der Roman spielt in einer Welt, die man nicht richtig einer realen Welt zuordnen kann. Am ehesten passt das viktorianische England zu den Beschreibungen im Buch. Hauptpersonen sind eine Plantagenbesitzerin, Miss Temple, ein Auftragmörder mit Namen Kardinal Chang und ein Leibarzt Doktor Svenson, der für den mecklenburgischen Prinzen arbeitet. Im Verborgenen arbeitet die Geheimorganisation der Traumfresser, die durch ein besonderes Verfahren wichtige Positionen der Regierung infiltrieren will, um die Macht zu erlangen. Der zufünftige Ehemann von Miss Temple, Roger Bascombe, lässt die bereits fest geplante Hochzeit ausfallen. Miss Temple verfolgt ihren Verlobten und erhält so Einblick in das Verfahren. Daraufhin erhält Kardinal Chang den Auftrag, Miss Temple zu finden und zu eliminieren. Derweil beklagt Doktor Svenson die Entführung des Prinzen. Durch verschiedene Umstände treffen sich die drei Hauptpersonen und verbünden sich, um die Verschwörung aufzudecken und ihre jeweilige Reputation wieder herzustellen. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, denn den Bösen verbleibt auch nicht mehr allzuviel Zeit.

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Buchkritik.

Herrlich. Das Buch ist ein Fantasyroman, der in der Vergangenheit spielt. Das Verfahren ist in der Tat recht makaber. Die Gedanken werden von einem Menschen in ein Glasbuch transferiert, das dann quasi gelesen werden kann. Der Betrachter des Glasbuches kann dann sowohl die optischen Reize erkennen, als auch die Gefühle während der Aufnahme nachvollziehen. Oder anders formuliert: Für den Zeitraum der Betrachtung verschmelzt der Zuschauer mit der Person. Das Verfahren macht auch aus starken Persönlichkeiten willenlose Seelen, die von den Bösen gezielt manipuliert werden können. Die Idee ist schon recht gut, die Beschreibung aber noch einen Tick besser. Die Akteure sind treffend skizziert, so dass ich recht schnell eine fortlaufend spannende und interessante Geschichte verfolgen konnte. Ich habe das Buch gerne und schnell gelesen und konnte kaum eine langweilige Stelle finden. Daher gebe ich dem Buch auch 8 Punkte.

Lan (6/2014)