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Rezension zum Buch:
Der Schatten des Windes

Autor: Carlos Ruiz Zafon

Der Schatten des Windes
TitelDer Schatten des Windes 
Autor Carlos Ruiz Zafon
Seiten562 
VerlagFischer 
erschienen2005 
ISBN978-3-596-19615-9 
Bewertet mit 7 von 10 Punkten.
7 Rezensionsspunkte

Weshalb dieses Buch?

Das Buch habe ich bei Bekannten gefunden, es hatte ein wenig Feuchtigkeit (Bei einer Regenschauer wurde es im Garten vergessen) abbekommen und sah daher schon ein wenig mitgenommen aus. Es wurde mir aber dennoch als lesenswert empfohlen.

Über dieses Buch.

In diesem Roman geht es in der Hauptsache um den jungen Daniel Sempere, dem Sohn eines Buchhändlers aus Barcelona, und einem geheimnisvollen Friedhof der vergessenen Bücher. Der Roman beginnt im Jahr 1945 und endet mit einem kurzen Kapitel im Jahr 1966. Daniel wird über Umwege in den "Friedhof der vergessenen Bücher" eingeführt. Dort liegen alljene Romane und Bücher, die in der wirren Zeit des Krieges und des spanischen Bürgerkrieges gerettet wurden. Bekanntlich dauerten die Kämpfe des spanischen Bürgerkriegs von 1936 bis 1939. Danach gab es unter Franco noch bis 1945 etliche Erschießungen und Verfolgungen von Regimekritikern. Dabei sollen mehr als 100.000 Menschen getötet worden sein (vgl. Wikipedia u.a.). Im Barcelona der damaligen Zeit lebte man daher unter der ständigen Angst, als Regimegegner angesehen zu werden. Man konnte die falschen Leute kennen oder auch ein falsches Buch lesen. Daher wurde der Zugang zum "Friedhof der vergessenen Bücher" nur persönlich an vertrauensvolle Personen offenbart. So wurde auch Daniel von seinem Vater dort eingeführt. Als Besucher des Friedhofs der vergessenen Bücher suchte man sich ein Buch aus, für das man quasi die Patenschaft übernahm. So gelangt Daniel an das Buch mit dem Titel "Der Schatten des Windes". Er liest das Buch und versucht nun, alles über den Autor, Julian Carax herauszufinden.

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Buchkritik.

Der Roman ist recht vielschichtig aufgebaut. So bleibt er beim Lesen recht spannend und unterhaltsam als auch informativ. Jedoch wird es schwierig, eine kurze Zusammenfassung des Romans anzufertigen. Diejenigen, die den Roman ebenfalls schon gelesen haben, werden das nachvollziehen können. In diesem Buch lernt Daniel auch seinen späteren Freund Fermin kennen, der fortan in der väterlichen Buchhandlung arbeitet. Als Leser bekommt einen einen guten Eindruck vom Leben in Barcelona in der Nachkriegszeit und zur Zeit der Franco-Diktatur. So ist das Buch einerseits ein historischer Roman, andererseits auch mit fiktionalen Elementen durchsetzt. Gerade deshalb hat mir das Buch recht gut gefallen. Es vermittelt Wissen und bietet zugleich Unterhaltung. Daher gebe ich dem Buch 7 Punkte.

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