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Rezension zum Buch:
Der stille Don

Autor: Michail Scholochow

Der stille Don
TitelDer stille Don 
Autor Michail Scholochow
Seiten661 
Verlagdtv 
erschienen1985 
ISBN978-3-423-01313-0 
Bewertet mit 6 von 10 Punkten.
6 Rezensionsspunkte

Weshalb dieses Buch?

Das Buch habe ich bei Bekannten gesehen. Da ich es noch nicht kenne, habe ich es mir geliehen. Bei dem Buch handelte es sich um eine gebundene Ausgabe aus dem Jahr 1960 ohne ISBN-Kennzeichnung. Die Angaben zu Verlag, Datum und ISBN stammen daher von einer aktuellen Ausgabe. Ob die neue Ausgabe wortwörtlich gleich ist, kann ich allerdings nicht sagen. Die Kritik bezieht sich auf die mir vorliegende gebundene Ausgabe des Romans.

Über dieses Buch.

Das Buch behandelt gut eine Generation der Kosaken, die am Don überwiegend von der Landwirtschaft leben. Der Roman beleuchtet in zwei Teilen einmal die Zarenzeit und in einem zweiten Teil die Zeit des ersten Weltkrieges und der Revolution. Im Zentrum der Betrachtung stehen Grigori Melechow und seine Familie, so wie dessen Bekannte aus seinem Heimatort.

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Buchkritik.

Das Buch vermittelt Geschichte. So beschreibt er zu Beginn des Romans das Leben der Donkosaken in einfacher und verständlicher Weise. Als Leser bekommt man eine Ahnung, wie schwierig das Leben zu dieser Zeit gewesen sein muss. Aber allen Widrigkeiten zum Trotz bewahrt sich das Volk der Donkosaken seinen Stolz und hat seinen Platz im Gefüge des damaligen Russland. Bis das der erste Weltkrieg ausbricht und die Zarenzeit dem Ende entgegenblickt. Da geraten die Kosaken als ehemals Zarentreue in einen Konlikt. Auch die modernen Waffen der Weltkriegsmächte lassen die Kosaken in ihrer Bedeutung für die Kriegsführung weniger wichtig werden. All dies beschreibt der Autor eindrücklich in ausführlichen Beschreibungen, die das Leid und die Hoffnungslosigkeit der damaligen Zeit regelrecht erfahrbar machen. Wie ich erfahren habe, sollen die historischen Begebenheiten und Kriegsberichte weitgehend den Tatsachen entsprechen. Was mir nicht so gut gefallen hat, sind ist die etwas sperrige, altbackene Sprache des Romans. So wird im Buch nichts gesagt oder gerufen, die Akteure schreien einander immerzu an. Dies ist aber wahrscheinlich der älteren Übersetzung geschuldet, die mir vorlag. Dennoch war das Buch gut zu Lesen und dabei noch informativ. Daher gebe ich diesem Buch gerne 6 Punkte.
Interessant ist noch, das man sich immer noch nicht einig zu sein scheint, ob Scholochow tatsächlich der Autor des Romans ist.

Lan (10/2014)